Recruitingfilm erstellen: Konzept, Kosten und erfolgreiche Umsetzung
Mit einem Recruitingfilm Arbeitgeber sichtbar machen
Der Arbeitsmarkt ist für viele Unternehmen längst auch ein Kommunikationsproblem. Offene Stellen lassen sich ausschreiben, Karriereseiten können Informationen bereitstellen und Social Media kann Reichweite schaffen. Doch all diese Formate zeigen nur begrenzt, wie es tatsächlich ist, in einem Unternehmen zu arbeiten.
Ein professioneller Recruitingfilm kann genau hier ansetzen. Er macht Menschen, Arbeitsplätze, Abläufe und Unternehmenskultur sichtbar und vermittelt potenziellen Bewerbern einen konkreteren Eindruck vom Unternehmen.
Dabei geht es nicht darum, den Arbeitsplatz möglichst perfekt darzustellen. Ein guter Recruitingfilm sollte vielmehr zeigen, was ein Unternehmen und die jeweilige Position tatsächlich ausmacht.
Was ist ein Recruitingfilm?
Ein Recruitingfilm ist ein Film, der gezielt für die Personalgewinnung eingesetzt wird. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht primär Produkte oder Dienstleistungen, sondern Menschen, Arbeitsumfeld, Aufgaben und Unternehmenskultur.
Je nach Unternehmen und Zielgruppe kann ein Recruitingfilm ganz unterschiedlich aufgebaut sein. Möglich sind beispielsweise Interviews mit Mitarbeitern, beobachtende Aufnahmen aus dem Arbeitsalltag, inszenierte Szenen, Einblicke in Produktionsprozesse oder eine Kombination verschiedener Elemente.
Entscheidend ist, dass Form und Inhalt zur Zielgruppe passen. Ein Film für Fachkräfte in einem technischen Unternehmen wird andere Schwerpunkte setzen als ein Recruitingfilm für eine Kreativagentur, einen Industriebetrieb oder ein mittelständisches Familienunternehmen.
Warum ein Recruitingfilm mehr zeigen kann als eine Stellenanzeige
Eine Stellenanzeige muss vor allem Informationen vermitteln: Position, Aufgaben, Anforderungen, Arbeitszeit, Standort und weitere Rahmenbedingungen.
Ein Film kann darüber hinaus Eindrücke transportieren, die sich nur schwer in Textform beschreiben lassen. Wie wirken die Arbeitsräume? Wie arbeiten die Menschen miteinander? Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? Welche Atmosphäre herrscht im Unternehmen?
Dadurch kann ein konkreterer Eindruck davon entstehen, was potenzielle Bewerber im Arbeitsalltag erwartet.
Gerade bei Positionen, bei denen Arbeitsumgebung, Teamarbeit oder Unternehmenskultur eine wichtige Rolle spielen, kann dieser visuelle Eindruck bei der Orientierung unterstützen.
Was sollte ein guter Recruitingfilm zeigen?
Ein Recruitingfilm sollte nicht einfach möglichst viele Unternehmensbereiche aufzählen. Interessanter ist die Frage, welche Einblicke für die jeweilige Zielgruppe tatsächlich relevant sind.
Menschen
Mitarbeiter geben einem Recruitingfilm ein Gesicht. Dabei müssen es nicht zwingend Führungskräfte oder Personalverantwortliche sein. Gerade Mitarbeiter aus dem tatsächlichen Arbeitsalltag können glaubwürdige Einblicke in Aufgaben und Abläufe geben.
Entscheidend ist auch, welche Erfahrung, Perspektive und persönliche Geschichte die jeweilige Person in den Film einbringen kann.
Arbeitsalltag
Je konkreter der Film den tatsächlichen Arbeitsalltag zeigt, desto eher kann er potenziellen Bewerbern dabei helfen, die Position und das Arbeitsumfeld einzuschätzen.
Dazu gehören beispielsweise Arbeitsprozesse, Besprechungen, Kundenkontakte, Maschinen, Werkzeuge, Projekte oder typische Situationen aus dem jeweiligen Tätigkeitsbereich.
Arbeitsumgebung
Räume und Umgebung prägen den Eindruck eines Arbeitsplatzes. Büro, Werkstatt, Produktionshalle, Labor, Baustelle oder Außenbereich können deshalb wichtige Bestandteile der Bildsprache sein.
Dabei geht es nicht darum, Räume nur als schöne Kulisse zu zeigen. Sie sollten etwas über die tatsächliche Arbeitswelt erzählen.
Unternehmenskultur
Unternehmenskultur lässt sich nicht einfach filmen. Sie wird durch Menschen, Kommunikation, Verhalten und konkrete Situationen sichtbar.
Statt im Film lediglich zu behaupten, dass ein Unternehmen modern, familiär oder innovativ ist, kann es deshalb sinnvoller sein, Situationen zu zeigen, in denen diese Eigenschaften tatsächlich erkennbar werden.
Authentisch bedeutet nicht amateurhaft
Bei Recruitingfilmen fällt häufig der Begriff „Authentizität“. Gemeint ist meistens, dass der Film glaubwürdig wirken und nicht wie eine künstlich inszenierte Werbewelt aussehen soll.
Authentizität bedeutet jedoch nicht, dass mit schlechter Beleuchtung, schlechtem Ton oder unkontrollierter Kamera gearbeitet werden muss.
Ein professionell produzierter Film kann sehr kontrolliert gestaltet sein und trotzdem authentisch wirken. Entscheidend ist, dass die Inszenierung zum Unternehmen passt und nicht versucht, eine völlig andere Realität zu erzeugen.
Interview oder inszenierte Szenen?
Beides kann funktionieren. Interviews eignen sich besonders gut, wenn persönliche Perspektiven, Erfahrungen oder konkrete Aussagen vermittelt werden sollen.
Inszenierte oder beobachtende Szenen können dagegen zeigen, wie Menschen tatsächlich arbeiten. Sie geben dem Film Bewegung und ermöglichen es, Aussagen visuell zu unterstützen.
Besonders wirkungsvoll ist häufig die Kombination aus beidem: Ein Mitarbeiter erzählt von seiner Arbeit, während der Film gleichzeitig zeigt, wie diese Arbeit tatsächlich aussieht.
So entsteht aus gesprochenem Inhalt und Bildern ein zusammenhängender Eindruck.
Ein Recruitingfilm braucht ein klares Konzept
Die eigentliche Filmproduktion beginnt nicht mit der Kamera. Vor dem Dreh sollte klar sein, was der Film erreichen soll und für wen er produziert wird.
Zu den wichtigsten Fragen gehören:
Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?
Ein Recruitingfilm für Auszubildende benötigt möglicherweise eine andere Ansprache als ein Film für erfahrene Fachkräfte oder Führungskräfte.
Was soll nach dem Film hängen bleiben?
Ein Film kann nicht jede Information eines Unternehmens gleichzeitig vermitteln. Deshalb braucht es eine klare Priorisierung.
Welche Personen können diese Geschichte erzählen?
Die Auswahl der Protagonisten sollte nicht nur anhand ihrer Position erfolgen. Entscheidend ist, wer relevante Erfahrungen und glaubwürdige Perspektiven einbringen kann.
Welche Situationen können die Aussagen sichtbar machen?
Hier entsteht die Verbindung zwischen Interview, B-Roll und eigentlicher Filmgeschichte.
Wo und wie wird der Film eingesetzt?
Website, Karriereseite, LinkedIn, Instagram, Recruitingplattformen oder Jobmessen können unterschiedliche Anforderungen an Länge und Format stellen.
Je früher diese Fragen geklärt werden, desto gezielter lässt sich die Produktion planen.
Wie läuft die Produktion eines Recruitingfilms ab?
Eine professionelle Recruitingfilmproduktion lässt sich grob in vier Phasen unterteilen.
1. Konzeption
Am Anfang stehen Ziel, Zielgruppe, Botschaft und dramaturgische Idee. Daraus können Treatment, Interviewleitfaden, Shotlist oder gegebenenfalls Storyboard entstehen.
Auch die spätere Verwendung des Films sollte bereits berücksichtigt werden.
2. Produktionsplanung
Anschließend werden Drehorte, Protagonisten, Drehzeiten, Motive und technische Anforderungen geplant.
Gerade bei Recruitingfilmen kann es sinnvoll sein, reale Arbeitsabläufe zu berücksichtigen. Nicht jede Situation lässt sich beliebig verschieben. Produktionsprozesse, Kundentermine oder Maschinenlaufzeiten können die Planung beeinflussen.
3. Dreh
Beim Dreh werden Interviews, Arbeitsabläufe, Details, Räume und weitere ergänzende Aufnahmen produziert.
Dabei sollte nicht nur das Material für den Hauptfilm entstehen. Je nach Konzept können bereits zusätzliche Formate oder kurze Social-Media-Versionen mitgedacht und produziert werden.
4. Schnitt und Postproduktion
Im Schnitt werden Interviews, B-Roll, Musik, Sounddesign und gegebenenfalls Animationen miteinander verbunden.
Hinzu kommen Farbkorrektur und Color Grading sowie die technische Aufbereitung für die vorgesehenen Plattformen.
Gerade beim Recruitingfilm entscheidet sich in dieser Phase, welche Aussagen tatsächlich relevant sind und wie die Geschichte am Ende erzählt wird.
Recruitingfilm für Website und Social Media
Ein Recruitingfilm wird heute selten nur an einer Stelle eingesetzt. Die zentrale Version kann beispielsweise auf der Karriereseite oder Unternehmenswebsite verwendet werden. Ergänzend können kürzere Ausschnitte für Social Media entstehen.
Dabei lohnt es sich, die spätere Ausspielung bereits bei der Produktion zu berücksichtigen.
Für normale organische Videobeiträge unterstützt LinkedIn aktuell verschiedene Seitenverhältnisse und Videos mit einer Länge von bis zu 15 Minuten. Für LinkedIn Video Ads gelten eigene Spezifikationen, unter anderem für 16:9, 1:1, 4:5 und 9:16. LinkedIn nennt für Video Ads außerdem eine mögliche Länge von 3 Sekunden bis 30 Minuten und empfiehlt für eine möglichst breite Platzierung häufig 15 bis 30 Sekunden.
Das bedeutet nicht, dass ein Recruitingfilm zwingend für jede Plattform neu produziert werden muss. Häufig lässt sich aus einer durchdachten Produktion zusätzliches Material für unterschiedliche Kanäle ableiten.
Wie lang sollte ein Recruitingfilm sein?
Eine feste ideale Länge gibt es nicht.
Entscheidend ist, wie viel Inhalt vermittelt werden soll, wo der Film eingesetzt wird und wie komplex die Geschichte ist.
Ein ausführlicher Recruitingfilm für eine Karriereseite kann anders aufgebaut sein als ein kurzer Social-Media-Clip. Statt einen Film künstlich auf eine bestimmte Laufzeit zu bringen, sollte die Länge der Geschichte und dem jeweiligen Einsatzzweck folgen.
Besonders sinnvoll kann es sein, bereits bei der Konzeption verschiedene Versionen mitzudenken. So kann aus einer größeren Produktion beispielsweise ein Hauptfilm sowie mehrere kürzere Clips entstehen.
Was kostet ein Recruitingfilm?
Die Kosten einer Recruitingfilmproduktion hängen stark vom Konzept und vom tatsächlichen Produktionsaufwand ab.
Eine einfache Produktion mit wenigen Personen, einem Drehort und einem überschaubaren Konzept benötigt deutlich weniger Ressourcen als ein aufwendig inszenierter Recruitingfilm mit mehreren Drehorten, Darstellern, umfangreicher Lichttechnik, Motion Design oder Animation.
Zu den wichtigsten Kostenfaktoren gehören unter anderem:
- Konzeption und Vorproduktion
- Anzahl und Aufwand der Drehtage
- Drehorte und Motive
- Protagonisten oder Darsteller
- Kamera-, Licht- und Tontechnik
- Crewgröße
- Szenenbild und Ausstattung
- Animation und Motion Design
- VFX
- Schnitt und Postproduktion
- Color Grading
- Sounddesign und Musik
- Sprecher
- unterschiedliche Filmversionen
- Nutzungs- und Musikrechte
Deshalb lässt sich ein seriöses Budget erst dann kalkulieren, wenn Umfang, Zielsetzung und gewünschte Umsetzung des Films feststehen.
Recruitingfilm und Employer Branding
Ein Recruitingfilm kann Teil einer umfassenderen Employer-Branding-Strategie sein.
Er kann zeigen, wie ein Unternehmen arbeitet, welche Menschen dort tätig sind und welche Arbeitsumgebung Bewerber erwartet. Damit kann er die Kommunikation rund um eine Arbeitgebermarke visuell ergänzen.
Ein Film kann eine Arbeitswelt sichtbar machen, aber keine Unternehmenskultur ersetzen. Wenn die Kommunikation glaubwürdig sein soll, müssen die gezeigten Inhalte zur tatsächlichen Arbeitsrealität passen.
Genau deshalb lohnt es sich, vor der Produktion nicht nur über Bilder und Kameras zu sprechen, sondern zunächst über die Menschen und Geschichten, die gezeigt werden sollen.
Was einen professionellen Recruitingfilm auszeichnet
Ein guter Recruitingfilm braucht nicht zwangsläufig eine spektakuläre Inszenierung. Entscheidend ist, dass Konzept, Bildsprache, Protagonisten und Produktion zusammenpassen.
Dazu gehören eine klare Zielsetzung, eine durchdachte Dramaturgie, glaubwürdige Aussagen, passende B-Roll und eine Bildsprache, die das Unternehmen tatsächlich repräsentiert.
Wenn diese Elemente zusammenspielen, entsteht ein Film, der nicht nur eine offene Stelle bewirbt, sondern einen konkreten Einblick in die Arbeitswelt eines Unternehmens gibt.
Recruitingfilm mit einer Geschichte statt einer Stellenanzeige
Ein Recruitingfilm hat die Möglichkeit, etwas zu zeigen, das eine klassische Stellenanzeige kaum leisten kann: einen Eindruck davon, wie sich ein Arbeitsplatz anfühlen und wie der Arbeitsalltag tatsächlich aussehen kann.
Dafür braucht es keine künstlich erzeugte Geschichte. Oft reicht eine gute Idee, die richtigen Menschen und ein genauer Blick auf das, was im Unternehmen ohnehin passiert.
Wir entwickeln Recruitingfilme von der ersten Idee über Konzeption und Produktion bis zur fertigen Version für Website und Social Media. Dabei verbinden wir strategische Planung mit hochwertiger Filmproduktion und einer Bildsprache, die zum jeweiligen Unternehmen passt.
Wenn ein Recruitingfilm entstehen soll, der nicht einfach nur eine Stelle zeigt, sondern Menschen für ein Unternehmen interessiert, sprechen wir gerne über das Projekt.
